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accidental goals

papership records 2009

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ox
9/10
“What we need has to be ordinary.”
Was für ein Start in ein fantastisches Album, auf dem sich hinter
jedem Song eine wunderbare Überraschung zu verstecken scheint.
Konstant über den Songs schwebt die Stimme von Tobias Mösch,
der streckenweise entweder an Holger Kochs von PALE oder auch
Dustin Kensrue erinnert, was wiederum für seine Vielseitigkeit spricht.
Für “Accidental Goals” will man sich gar nicht erst bemühen, Szeneschubladen zu öffnen, da ASHES OF POMPEII wie schon mit dem Debut einfach viel zu groß für Beschreibungen sein können. Die elf Songs inklusive ekstatischem Outro wissen wirklich zu begeistern und es ist schön zu sehen, dass die vier Marburger keine Eintagsfliege sein
wollen. Das hat Tiefe, das klingt sympathisch, gerade weil man den Jungs die Leidenschaft, mit der sie ihre Musik machen, abnimmt.
Für diejenigen, die bis jetzt noch nichts von ASHES OF POMPEII gehört haben und die Entwicklung von THRICE gar nicht so schlecht fanden, ist “Accidental Goals” ein unbedingtes Muss. Intensiver und packender wird es wohl diesen Monat nicht mehr werden.

fuze
Eine deutsche Band hat häufig mit ihrer Herkunft zu kämpfen. Entweder heißt es, sie klinge “deutsch” – oder eben nicht. Was dann je nach Gusto gut oder schlecht ist. Löst man sich einmal von dieser Betrachtungsweise und richtet den Blick auf das Wesentliche, findet man durchaus auch einmal Überraschungen.
“Accidental Goals”, das zweite Album der Marburger ASHES OF POMPEII, ist so eine Überraschung. Völlig von aktuellen Trends und Modeerscheinungen gelöst, orientiert sich das Quartett an musikalischen Vorbildern des vergangenen Jahrzehnts.
Wenn man darauf achtet, hört man immer wieder Bands wie SMALL BROWN BIKE, THE CASKET LOTTERY oder SUNNY DAY REAL ESTATE durchscheinen, und das sind allemal bessere Vorbilder als die geschminkten Metal-Kids, die heute die Szene für sich beanspruchen. “Accidental Goals” ist eine hervorragende Indie-Platte, die locker vor zehn Jahren von einer Midwest-Emo-Band auf Deep Elm Records hätte veröffentlicht werden können.
ASHES OF POMPEII machen ihre Sache hervorragend – ob deutsch oder nicht.

wasteofmind.de
7/10
Mit kräftigem Gesang läuten ASHES OF POMPEII ihr Zweitwerk “Accidental Goals” ein. Nur um wenig später schon etwas ruhiger und nachdenklicher zu klingen. Der zweite Song, “Digital Asteroids”, beginnt gleich sehr gefühlvoll. Und auch hier folgt eine ruhigere Phase, in der dieses Mal Tobias' Gesang im Vordergrund steht und seine Wirkung entwickelt. Schnell wird klar: ASHES OF POMPEIIs Postpunk flirtet ständig mit dem Indierock. Gerne sind die Marbuger leise und gefühlvoll – lassen sich aber nicht nehmen, kraftvoll nachzusetzen und zu zeigen: “wir sind zurück!”
Dass seit ihrem Debüt ein paar Jahre ins Land gezogen sind, hört man den Jungs nämlich an. Bei “To Keep Alive” und “Ignorance Is Bliss” schimmert etwas der alte Sound der Band durch. Doch ansonsten hebt sich “Accidental Goals” deutlich von “The End Begins Tomorrow” ab. Dadurch wird der Sound jedoch nicht unbedingt zugänglicher. Mehr als einen Durchgang braucht “Accidental Goals” schon – und auch dann fehlt an mancher Stelle das nötige Etwas, um so richtig zu kicken. An anderen Stellen sind die Marbuger dann aber wieder richtig mitreißend (“Haunted By City Lights”). Und so wird “Accidental Goals” insgesamt zu einem guten Album mit vielen schönen Momenten.

visions
7/12
Schön, dass es auch Bands in Deutschland gibt, die ambitioniert daran arbeiten, sich aus der Screamo-Einheitssoße zu befreien.
ASHES OF POMPEII aus Marburg kann man nicht hoch genug anrechnen, dass sie keine Lust haben, auf der Stelle zu treten. bands wie THRICE oder BRAND NEW machen schließlich vor, wie man weiter wachsen und die Fans mitnehmen kann. Accidental Goals strahlt deshalb eine Erhabenheit aus, die vor allem auf seine Postrock-Instrumentierung inklusiver dezenter elektronischer Sprengsel zurückzuführen ist. Als Gesamtkunstwerk ist das Album gelungen, aber den einzelnen Stücken fehlen noch die entsprechende Intensität und das entscheidende Alleinstellungsmerkmal. Oft versacken sie auf halber Strecke, und weder Gesang noch Instrumente sorgen für die nötigen Akzente. Aber daran kann man arbeiten. Also bitte am Ball bleiben.

stardust magazine
12/15
Ohne die vier Mitglieder von ASHES OF POMPEII persönlich zu kennen, muss man ihnen unterstellen, dass sie maßgeblich vom “Gainesville- Sound” und Bands der Marke HOT WATER MUSIC beeinflusst sind. Das ist eine Feststellung, die man bei der Auseinandersetzung mit “Accidental Goals”, dem zweiten Longplayer des Quartetts, macht, die keinesfalls negativ gemeint ist. Die Marburger zimmern einen ehrlichen, mitreißenden Kompromiss aus Intensität und Emotionalität. Das entstehende Ergebnis kann man Post- Punk, Indie, Emo (im frühen Verständnis) oder auch Post-Core taufen. Das Labeling ist ohnehin nicht wichtig. Fest steht, dass ASHES OF POMPEII sowohl melodisch und eingängig in Erscheinung treten als auch ungeschliffen und rau. Im Zentrum des Band- Sounds stehen Leidenschaft und Hingabe, die “Accidental Goals” aus allen Poren strömen. Die vier Hessen legen es nicht darauf an, gemocht zu werden, doch ihre authentischen, starken Tracks fesseln nachhaltig. Zwischen leicht verkopftem Indie, geradlinigem Punk und einer kleinen Hardcore-Kante entwickeln sich Songs, die auch von einer Band aus Gainesville stammen könnten, und die einfach nur gut sind. Selbst wenn die Marburger im ersten Moment nicht ganz so spektakulär klingen, lernt man ihr reifes Songwriting und die tollen Hooklines alsbald schätzen. ASHES OF POMPEII gelingt mit “Accidental Goals” eine faustdicke Überraschung, weil sie daran erinnern, dass man Intensität und Emotionalität auch unpathetisch inszenieren kann.

with love, the underground
8,5/10
Die vier Jungs aus Marburg beginnen ein neues Kapitel, denn dort wo der Vorgänger “The End Begins Tomorrow noch frisch, beschwingt und unkompliziert war, wartet “Accidental Goals” mit Zweifeln, Fragen und Schwerverdaulichem auf. Trotzdessen ist der Zweitling ein mehr als lohnendes Album geworden, welches aufgrund zweier Englandtouren auch gehörig an TRIBUTE TO NOTHING erinnert. Die rauhe, kehlige Singstimme von Tobias Mösch wird immer öfter von programmierten Sounds unterstützt und so gewinnt der disharmonische Emocore neues Terrain für sich und setzt sich klar von seinen Verfolgern ab. “To Keep Alive” behandelt Sinnsuche und Existenzlethargie, wobei die Gitarren nach der anfänglichen Melancholie doch wieder schwungvoll aus den Amps donnern und sogar einige Screamoelemente, die Tatenlosigkeit hinwegfegen und Grund zur Hoffnung geben. “The Human Fly” ist ein von T.C. BOYLE inspiriertes Instrumental und hier setzt sich der Kurs der Band Soundscapes zu entwerfen unvermindert fort. So kraftvoll klingen nichtmal die Instrumentalstücke der RED SPAROWES und wer THE EDITORS mag, wird bei ASHES OF POMPEII auch den ein oder anderen Verweis auf die Briten finden. Die Wartezeit von über drei Jahren hat die Band unheimlich reifen lassen, die Songs sind flächiger geworden und man sucht herkömmliche Strukturen manchmal ganz vergebens, aber die Tracks funktionieren trotzdem, was an sich schon erstaunlich ist. Mein liebster Song ist definitiv “Standby” da die Balance zwischen Tristesse und Wut einfach beeindruckend ist, aber auch “Haunted By City Lights” ist ein Powertrack, der den Gitarren viel Raum zur Entfaltung schenkt, selbst wenn er etwas diffus ist. Fakt ist, dass ASHES OF POMPEII hier die Tür zum Pathosrock aufgestossen haben, ohne aber die HWM-Shirts bei Online-Aktionshäusern zu versetzen. Genregrenzen sind zwar nicht mehr wirklich relevant, aber wenn das Quartett die entsprechenden Szenen live beehrt, wird man sich bestimmt einen stabilen Freundeskreis erspielen können.

wahrschauer
Was sofort klar wird: Diese Musik ist sehr aufgewühlt und sie wühlt einen auf. Beim ersten Titel „loyal to none“ spürt man sofort eine starke Unruhe und Verzweiflung. Alle Instrumente transportieren sie. Aber es ist keine negative Unruhe – das ist der Zweck der Songs. Sie beschäftigen sich sehr individuell mit inneren Erlebniswelten und sind progressiv in Struktur, Klang, Tiefe. Auch die Vocals bedürfen einiger Eingewöhnungszeit. Sie sind zwar vollmundig und kommen aus dem Bauch, könnten aber an einigen Stellen etwas lauter abgemischt sein. Sobald jedoch die recht interessanten Mehrstimmigkeiten einsetzen, hat sich dieses Problem erledigt und die Klänge eröffnen sich intensiver. Auch ohne Gesang bleibt diese Stimmung erhalten, wie die (im Vergleich zu anderen Bands) sehr herausragenden Instrumentale „the human fly“ und „doppelleben“ beweisen. Hier kommen auch elektronische Klänge und verstärkt Pedal-FX zum Einsatz, die keineswegs fehl am Platz sind. Die Gitarren verbinden im Großteil der Platte Klarheit und Härte ziemlich gut miteinander – in Sound und Zusammenspiel.
Die Highlights der Platte sind gut verteilt, ein Schwachpunkt ist jedoch der Song „Haunted by Citylights“. Er ist im Vergleich zum Rest relativ unsensibel und fügt sich nicht so gut ein. An Ideen mangelt es dem Vierer nicht – kurzweilig ist die Platte auf keinen Fall. Es braucht eine Weile, um die Songs auseinander halten und jedem für sich etwas abgewinnen zu können. Denn Genregrenzen gibt es hier tatsächlich keine. Wer diese dennoch unbedingt zur Entscheidungsfindung braucht: POWER-EMO-PROGRESSIVE-ROCK. Bitteschön!

purerock.de
8/10
Drei Jahre sind mittlerweile vergangen, seitdem ASHES OF POMPEII aus Marburg mit dem kleinen Paukenschlag The End Begins Tomorrow in der deutschen Musik-Szene einschlugen. Drei Jahre in denen sich viel verändert hat. Vor allem drei Jahre in denen die Band Zeit hatte an ihrem Sound zu feilen und sich fortzuentwickeln. Fort von Emopunk-Grenzen. Weg von jeglichem Genre-Denken, hin zu den eigenen, den wirklich großen Momenten. Hier nun endlich festgehalten in Form eines neuen Albums mit dem Titel Accidental Goals. Einer Platte, die vor Energie und Spielfreude nur so strotzt. Und doch ein echter Brocken geworden ist, der erst einmal verdaut werden will.
Der unvermittelte Beginn des Openers Loyal To None ist symptomatisch für die teilweise schwer zugänglichen Nummern. Auf Anhieb catchy ist da nur das grandios neu aufpolierte To Keep Alive, aber das kennt man ja schon von der ersten EP. Doch dann lernt man sie irgendwann lieben, die schrägen Chöre in Digital Asteriods und dem ungestümen Haunted By City Lights; den im Vergleich zum Vorgänger viel prägnanteren Gesang und auch die kleinen elektronischen Spielereien, die sich in die Songs geschlichen haben. Über allem schwebt sowieso die herausragende Gitarrenarbeit auf diesem Album. Quasi in jedem Song finden sich Parts, die einem fast die Tränen in die Augen treiben. Dazwischen Instrumentals in denen Zeit und Ort plötzlich keine Rolle mehr spielen. Und so haben sie sie gefunden, diese fantastischen, die großartigen Momente. Accidental Goals mag schwerer zugänglich sein als der Vorgänger. Es ist düsterer, melancholischer, doch dafür umso eigenständiger und dadurch mitreißend zugleich. Diese Platte hat Charakter. Und Potential nach ganz weit oben. “I am forced to search for something, that maybe I already have.“ Erinnert sich noch jemand? Jetzt haben sie definitiv gefunden, was sie schon immer hatten.

intro
In Sachen Hardcore war das idyllische Städtchen Marburg seltsamerweise schon immer für Überraschungen gut. Das liegt nicht zuletzt an den beiden Acts TODD ANDERSON und eben ASHES OF POMPEII, deren Mitglieder das Unterm-Durchschnitt-Sub-Label Papership Records betreiben. Wo TODD ANDERSON noch eher neu im Bandkosmos um Screamo und Hardcore sind, veröffentlichen ASHES OF POMPEII mit “Accidental Goals” nun schon ihr zweites Album, das fast nahtlos an “The End Begins Tomorrow” anknüpft. Soll heißen: Es gibt wieder Emocore jenseits von gängigen Standards, eher komplex und athmospärisch gehalten, wie bie THRICE und Artverwandten. Das macht mächtig Eindruck und weiß zu gefallen. Vor allem in den Momenten, in denen ASHES OF POMPEII mit vertrackten Jazz-Szenerien flirten und ihre Songs geradezu verkopft erscheinen lassen. Doch so gut dieses Zweitwerk sein mag, wird man auch den Eindruck nicht los: In ASHES OF POMPEIIm schlummert wesentlich mehr – da ist noch Luft nach oben.

got-a-nerve.de
Lange hat sich der Vierer aus dem oberhessischen Marburg Zeit gelassen, um den Nachfolger für “The End Begins Tomorrow” an den Start zu bringen. Aber Freunde, das Warten hat sich gelohnt, denn ASHES OF POMPEII haben die Zeit nicht ungenutzt gelassen. Nach zahlreichen Shows und zwei England-Touren haben sich die Jungs im Proberaum udn Studio eingeschlossen, um insgesamt elf Tracks einzuspielen. Wie schon beim Vorgänger von “Accidental Goals” fällt es auch diesmal schwer, den Sound der Marburger in eine bestimmte Genre-Schublade zu stecken, das Album bietet schlichtweg zu viel Abwechslung und ein zu großes Spektrum an Stilen, die miteinander vermischt werden. Sicher liegt es beim ersten oder zweiten Hören des Silberlings nahe, Bands wie THRICE, THURSDAY oder SILVERSTEIN in die Runde zu werfen, ganz abwägig erscheint dies nicht. Doch dann passiert wieder etwas Ungewöhnliches, so zum Beispiel Electro-Parts, die man an dieser Stelle nicht erwartet hätte. Ähnlich wie bei LIONS LIONS aus Boston, ebenfalls eine großartige Band, die in eine ähnliche Kerbe schlägt. Im Großen und Ganzen macht die aktuelle AOP-Platte einen ruhigen und emotionalen Eindruck, das Tempo ist gedrosselt, düstere und gleichzeitig strahlende Atmosphäre geben sich die Klinke in die Hand. Lasst euch berieseln.

in-your-face.de
Irgendwann am Anfang unseres noch recht jungen Jahrtausends formierte sich im Nordwesten Deutschlands um Bands wie THAT VERY TIME I SAW und ANDTHEWINNERIS ein völlig neues Untergenre der Rockmusik, das allerdings kaum jemand wahrgenommen haben dürfte. Diese Musikrichtung, die ich einfach mal “Indie-core” nennen möchte, bestand im Prinzip aus im Hardcore verwurzeltem Indie-Rock, der Elemente des Emos der ersten Stunde besaß. ASHES OF POMPEII schlagen mit ihrem zweiten Longplayer etwa in dieselbe Kerbe, wobei man auf “Accidental Goals” auch einige, wenige Post-Rock Elemente ausmachen kann.
So richtig aus dem Arsch kommen die vier Marburger dabei aber leider nie so wirklich. Die 11 Songs auf “Accidental Goals” sind zwar nicht schlecht, aber irgendwie etwas planlos und unkoordiniert, so dass ich ASHES OF POMPEII insgesamt unter der Kategorie “nette Hintergrundmusik” verbuchen würde. Zugegebenermaßen muss ich sagen, dass einige der ruhigeren Songs des Albums ganz gut funktionieren (etwa das fast schon an THE NOTWIST erinnernde “Mikado” oder das ebenfalls elektronisch angehauchte “To Keep Alive”), insgesamt plätschert das Album aber recht ziellos in ruhigem Rock-Fahrwasser vor sich hin und man wartet vergeblich auf die große Welle.
Das Problem von ASHES OF POMPEII sind hierbei nicht unbedingt die einzelnen Instrumente, sondern eher deren Zusammenspiel. Schon beim Opener “Loyal To None” (übrigens kein BEATSTEAKS-Cover) merkt man, dass die verschiedenen Musiker nicht wirklich tight zusammen spielen, was dazu führt, dass “Accidental Goals” meistens ein recht anstrengendes Album ist. Auch Sänger Tobias Mösch kann den Karren nicht mehr wirklich aus dem Dreck ziehen, da seine Stimme relativ beliebig klingt und der Frontmann sich zwar Mühe gibt, aber wenig Gespür für ohrwurmige Melodien besitzt.
Ihre besten Momente erreichen ASHES OF POMPEII definitiv dann, wenn die vier Musiker die Post-Rock Elemente ihrer Musik stärker gewichten, wie etwa beim instrumentalen und atmosphärischen “The Human Fly”, das in etwa wie eine B-Seite von LONG DISTANCE CALLING klingt. Insgesamt ist “Accidental Goals” keine Katastrophe, aber doch ein Album, das kaum Höhepunkte besitzt und einen Großteil der Spielzeit von etwa 40 Minuten relativ gleichgültig vor sich hin dümpelt.

heartbeatmedia.de
Vielleicht zuerst einmal ein paar Informationen zu dieser Band. Das Quartett stammt aus Marburg und hat nun den Nachfolger zu “The End Begins Tomorrow” geschaffen, der hier vorgestellt werden soll. Wer die Band bereits kennt weiss, dass man hier nie vorhersehen kann, was auf einen wartet. Und Schubladen können hier ohnehin nicht als Stütze dienen. Diese Scheibe ist also vollgepakct mit Überraschungen, poetischen Konstrukten, überbordender Vielschichtigkeit und dem gewissen Etwas, das einen von Anfang an in den Bann zieht. Wenngleich mir persönlich die Stimme des Sängers auch ein ziemlich gegen den Strich geht, musikalisch klingt der Silberling dafür umso interessanter. Trotzdem wäre die aufdringliche Stimme für mich ein Grund, nicht den ganzen Hördurchgang durchzuhalten. Auch wenn diese CD in diversen Fanzines ziemlich gelobt wurde muss ich mich leider davon distanzieren, das Teil als Hammeralbum anzupreisen. Musikalisch gibts, wie oben bereits erwähnt, nichts zu meckern. Aber der Aha-Effekt bleibt gänzlich aus. Sobald ich die Stimme höre, dreht sich mein Mageninhalt um. In eine Schublade pressen lässt sich dieses Werk dafür nicht. Geboten werden 11 Songs mit einem besonders brillanten Outro. Das ganze Werk hat Tiefe und Leidenschaft, wird aber durch die Stimme des Sängers völlig abgewertet. Eventuell würden ein paar Gesangsstunden helfen?!
FAZIT: Insgesamt betrachtet machen ASHES OF POMPEII intensive, packende Musik, die unter die Haut geht. In jedem Track finden sich emotionale Parts, so dass man immer wieder den Tränen nahe ist. Es gibt also fantastische und grossartige Momente zuhauf. Ob ihr mit der Stimme des Sängers klarkommt, müsst Ihr selbst entscheiden. Pluspunkte gibts für den tollen Pappschuber. Reinhören kostet nichts, also worauf wartet ihr?!
We burn until we burn out!

fomp.de
5 Sterne
2009 bedeutet für ASHES OF POMPEII Umbruch und Aufbruch. Nach drei Jahren Ideen sammeln, Ideen zusammensetzen und Ideen verwerfen, haben die Marburger mit ihrem zweiten Studioalbum einen wichtigen Schritt gemacht. Einen Schritt in die Selbstständigkeit, in die eigene Identität. Waren auf dem Vorgänger The End Begins Tomorrow hier und da noch musikalische Vorbilder herauszuhören, steht Accidental Goals für sich alleine. Scheinbar losgelöst von Konvention und Struktur schlagen die Songs häufig nicht zu erwartende Richtungen ein. Gutes Beispiel: Haunted By City Lights stürmt druckvoll nach vorne, steigert sich in Gitarren-Crescendi, holt dann einmal tief Luft, um fortan in einer Blase aus Watte durch den Zeittunnel zu mäandern. Zwischen Post- und Indierock, Emo- und Postcore breiten Ashes Of Pompeii ihren Sound aus, füllen ihn mit Atmosphäre und elektronischen Spielereien. Das wirkt manchmal seltsam entrückt und wenig greifbar, was Fans der frühen Tage durchaus verstimmen könnte. Geschrei war gestern, auf die Schnelle geht sowieso nichts mehr, und Details wollen erarbeitet werden. ASHES OF POMPEII fordern sich und ihre Zuhörer. Dass diese Rechnung aufgeht, zeigt ein Instrumental wie The Human Fly, bei dem auch ohne Worte Bilder entstehen, das zauberhafte Forget.Forget, das nostalgische Sehnsucht heraufbeschwört oder Mixtape, das mit toller Dramaturgie und zweistimmigem Gesang (der gerne öfter eingesetzt werden könnte!) einen späten Höhepunkt setzt. 2009 war ein Jahr des Umbruchs und des Aufbruchs – und für ASHES OF POMPEII eine wichtige Station auf einem hoffentlich noch langen Weg.

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25.09.10 j@m-center // meppen
09.10.10 freizeitheim // burghausen
16.10.10 ohrakel // ingolstadt
23.10.10 gasthaus sutter // zweibrücken
13.11.10 underground // köln
04.12.10 trauma // marburg
11.12.10 bse // eisenach

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